Beschreibung/Symbolik:
„Anbetung der Könige“ - Zeitgenössische Krippe aus Stahl von Christine Habermann von Hoch (2011-2014)
 
Die zeitgenössische Krippe „Anbetung der Könige“ ist eine formale sowie inhaltliche Botschaft der göttlichen Epiphanie (Erscheinung des Herren) und trägt in sich die Botschaft des Friedens.

Mein Grundgedanke basiert auf der Vorstellung, die drei Könige in der heutigen Zeit als Symbol für die drei Weltreligionen – Christentum, Judentum und Islam – zu sehen, die auf verschiedenen Wegen den gleichen Gott suchen.

Die einzelnen Figuren sind auf die Bewegung und Haltung des Körpers stilisiert. (Angelehnt an die ikonographische Darstellung der Krippenfiguren– man denke z.B. an die Interpretation der Heiligen Drei Könige von Albrecht Dürer).

In Demut verbeugen sich die Könige.
Der erste König kniend, der zweite stehend. Die dritte Königsfigur schaut hingegen zum Himmel empor.
Alle drei folgen dem göttlichen Licht, das durch die vergoldete Jesusfigur sowie durch die vergoldeten Nimbusse (Heiligenscheine) der Figuren von Maria und Josef symbolisiert ist. 
 
Das Gold ist als Synonym für das Sakrale zu verstehen, die goldene göttliche Farbe hat das Sternenlicht. 

Maria mit Jesus bildet die zentrale Doppelfigur der Krippe, das Jesuskind tritt aus dem mütterlichen Leib hervor. Die mantelartig geöffnete Gestalt Josefs stellt ihn als den Beschützer der Heiligen Familie dar.


Die Krippenfiguren sind ebenerdig am Boden angebracht. Somit wird die unmittelbare Verbindung zum Weltlichen, Irdischen, Vergänglichen ausgedrückt, unterstützt durch die  korrodierte – rostige Oberfläche.

Die Öffnungen der Figuren führen zur sakralen Welt, zum Geistigen, zum Göttlichen.  
 
+ Articles
Kloster Neustift – Kunst und Kirche, Moderne Figuration, Sonntagsblatt, 2015-01 (PDF)
Bericht von Prof. Andreas Gottlieb Hempel
Prof. Dipl.-Ing. Architekt & Publizist
 

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